Diese Fallstudie zeigt auf, wie Galp durch die Umwandlung von Beschaffungsdaten in Emissionsdaten Einsparungen bei den CO2-Kosten in Höhe von 13 Mio. € erschlossen hat. Mit dem Environmental Intelligence System (EIS™) von Carbmee erhielt Galp eine detaillierte Transparenz über Scope 3 Emissionen. Dies ermöglichte ein Reduktionspotenzial von 78 %, datengestützte Beschaffungsentscheidungen und eine skalierbare Nachhaltigkeitswirkung.
Über Galp
Als führendes Energieunternehmen mit starker Präsenz in Portugal und auf internationaler Ebene hat Galp seinen Ruf auf Innovation und einer langfristigen strategischen Vision aufgebaut. Das Engagement für Nachhaltigkeit ist zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und treibt den Übergang in eine kohlenstoffarme Zukunft voran.
Erfahren Sie, wie Galp die Carbon-Management-Lösung Environmental Intelligence System (EIS™) nutzt, um den Weg zu Netto-Null-Emissionen zu beschleunigen.
„Mit Carbmee sind wir von Schätzungen zur Kontrolle übergegangen. Wir haben Scope 3 Daten in einen strategischen Hebel für Kosten- und CO2-Reduktionen verwandelt.“
Die Herausforderung: Begrenzte Transparenz bei Lieferkettenemissionen als Barriere für die CO2-Reduktion
Als führendes Energie- und Mineralölunternehmen hat sich Galp ehrgeizige Ziele gesetzt, um die CO2-Emissionen in allen Scopes zu reduzieren und bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Ein entscheidender Teil dieser Strategie ist die Adressierung von Scope 3 Emissionen aus eingekauften Waren und Dienstleistungen, was einen komplexen und weitreichenden Teil der Wertschöpfungskette von Galp darstellt. Die Umsetzung von Transparenz in einer so großen und vielfältigen Lieferkette brachte jedoch erhebliche Herausforderungen mit sich:
- Mangel an detaillierten Informationen: Galp verfügte nur über begrenzte Einblicke in die Lieferantenemissionen. Dies erschwerte es, Reduktionspotenziale präzise zu bestimmen oder Fortschritte im Vergleich zu den CO2-Zielen zu verfolgen.
- Schwierigkeiten bei der Skalierung: Die manuelle Erfassung von Emissionsdaten von Hunderten von Lieferanten war nicht praktikabel und führte zu einem logistischen Engpass.
- Integration von CO2-Daten in Beschaffungsentscheidungen: Ohne konsolidierte Daten war es schwierig, Emissionen bei der Lieferantenauswahl und in den Beschaffungsstrategien zu berücksichtigen.
Galp erkannte, dass traditionelle Ansätze nicht ausreichten. Das Unternehmen benötigte eine skalierbare, automatisierte Lösung, die eine genaue Transparenz der Lieferkettenemissionen bietet, die Datenerfassung rationalisiert und fundierte, CO2-bewusste Entscheidungen ermöglicht.
Carbmee EIS™: Transparenz und CO2-bewusste Beschaffung bei Galp
Um bedeutende Reduzierungen der Scope 3 Emissionen zu erreichen, benötigte Galp ein klares Verständnis darüber, wo sich die Emissionen in der riesigen Lieferkette konzentrieren. Durch den Einsatz des Environmental Intelligence System (EIS™) gewann Galp eine beispiellose Transparenz und verwertbare Erkenntnisse über den eigenen Emissionsfußabdruck.
Skalierbare Identifizierung von Lieferanten-Hotspots
Carbmee analysierte die Emissionen der Lieferkette von Galp für das Jahr 2024. Dabei wurden etwa 40.000 Artikel von über 2.000 Lieferanten aus 140 Kategorien mit einer hybriden, aktivitäts- und ausgabenbasierten Methodik untersucht. Dieser Ansatz ermöglichte es Galp, die Emissionen in den Bereichen Scope 3.1 (Eingekaufte Waren und Dienstleistungen) und Scope 3.4 (Vorgelagerte Transport- und Distributionsleistungen) zum ersten Mal zu messen, ohne einen einzigen Lieferanten kontaktieren zu müssen. Das Ergebnis war eine präzise Emissions-Baseline, die es Galp ermöglicht, gezielt die Bereiche mit dem höchsten Reduktionspotenzial anzugehen.
Maßgeschneiderte Dashboards und Visualisierungen
Um diese Daten nutzbar zu machen, implementierte Carbmee seine Studio-Plattform und erstellte anpassbare, berichtsfähige Dashboards. Diese Visualisierungen erlaubten es den Stakeholdern im gesamten Unternehmen, von der Geschäftsführung bis hin zu den Managern für nachhaltige Beschaffung, die Emissionsdaten in Echtzeit zu verfolgen, zu analysieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Operationalisierung von CO2-Daten im Einkauf
Carbmee arbeitete eng mit dem Beschaffungsteam von Galp zusammen, um CO2-Daten in Sourcing-Entscheidungen einzubetten. So wurde sichergestellt, dass Nachhaltigkeitsaspekte zu einem Standardbestandteil der Lieferantenbewertung und der Beschaffungsstrategie wurden. Durch den Wechsel von pauschalen, ausgabenbasierten Scope 3 Schätzungen zu detaillierten, aktivitätsbasierten Emissionsdaten konnte Galp den unmittelbaren Wert quantifizieren und hochwirksame Chancen identifizieren.
Eine gezielte „What-If-Analyse“ für eine Auswahl vorab festgelegter Ausschreibungen ergab quantifizierbare CO2-Kosteneinsparungen von bis zu 13 Mio. €. Dies wurde primär durch ein Emissionsreduktionspotenzial von 78 % bei Service-Ausschreibungen vorangetrieben. Weitere Analysen von zwei laufenden Ausschreibungen deckten erhebliche Unterschiede in der Emissionsintensität der Bieter auf. Hier zeigten sich Reduktionspotenziale zwischen 49 % und 55 %, was zusätzlichen CO2-Kosteneinsparungen von rund 5 Mio. € entspricht.
Mit dem EIS™ wandelt Galp CO2-Daten in strategische Entscheidungen um, ermöglicht messbare Reduktionen und verankert Nachhaltigkeit im Kern der Beschaffung.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Detaillierte Transparenz ermöglicht gezieltes Handeln: Präzise, aktivitätsbasierte Emissionsdaten verschafften Galp einen klaren Überblick über Scope 3 Hotspots und ermöglichten so gezielte Maßnahmen zur CO2-Reduktion.
- Skalierbare Emissionsverfolgung ist realisierbar: Das EIS™ erlaubte es Galp, rund 40.000 Artikel von über 2.000 Lieferanten zu analysieren, ohne die Lieferanten einzeln kontaktieren zu müssen. Dies schuf eine präzise und skalierbare Datenbasis.
- Daten stärken Beschaffungsentscheidungen: Maßgeschneiderte Dashboards machten Emissionsdaten für das Beschaffungsteam von Galp zugänglich und verankerten Nachhaltigkeit fest in der Lieferantenbewertung sowie in den Sourcing-Strategien.
- Quantifizierbare Wirkung: Gezielte Analysen identifizierten CO2-Kosteneinsparungen von bis zu 13 Mio. € und deckten bei Service-Ausschreibungen ein Emissionsreduktionspotenzial von bis zu 78 % auf.
Ausblick: Integration von Nachhaltigkeit in die Beschaffung mit JAGGAER
Um die Strategie für eine nachhaltige Beschaffung auf die nächste Stufe zu heben, integriert Galp die führende Beschaffungsplattform JAGGAER. Ziel ist es, Emissionen direkt auf der Sourcing-Ebene zu steuern und Kohlenstoff effektiv bereits „am Tor zu stoppen“.
Durch die Einbettung von CO2-Daten in den Beschaffungsprozess wird Galp in der Lage sein, von Beginn an Lieferanten zu identifizieren und auszuwählen, die mit den eigenen Nachhaltigkeitszielen übereinstimmen. So wird sichergestellt, dass Emissionsreduzierungen bereits bei den ersten Beschaffungsentscheidungen berücksichtigt werden. Diese Integration stellt einen entscheidenden Schritt dar, um eine CO2-bewusste Beschaffung als Standard in den Betriebsabläufen von Galp zu etablieren.
Einbindung der Lieferanten für eine nachhaltige Wirkung
Während Galp seinen Weg in Richtung Netto-Null fortsetzt, ist die Einbindung der Lieferanten der Schlüssel zur Erschließung weiterer Reduktionspotenziale. Durch die Erfassung detaillierter Emissionsdaten über die Carbmee-Plattform stellt Galp sicher, dass die Erkenntnisse über die Lieferkette präzise und umfassend sind.
Die Zusammenarbeit mit Lieferanten ermöglicht es Galp, Emissionen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg aktiv zu reduzieren und Transparenz in messbare Ergebnisse umzuwandeln. Dieser zukunftsorientierte Ansatz stellt sicher, dass Nachhaltigkeit in jedem Schritt der Beschaffung verankert wird. Zudem stärkt er Partnerschaften, die langfristige CO2-Reduzierungen vorantreiben.


