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Was ist ISO 14064? Ein vollständiger Leitfaden zum Standard für die Treibhausgasbilanzierung

Definition: ISO 14064 ist ein weltweit anerkannter Standard, der von der International Organization for Standardization (ISO) entwickelt wurde, um einen belastbaren Rahmen für die Quantifizierung, Berichterstattung und Verifizierung von Treibhausgasemissionen (THG) bereitzustellen. Er ist in drei Teile gegliedert und ermöglicht es Organisationen, glaubwürdige, auditfähige Carbon Footprints zu erstellen und die Ausrichtung auf Klimaziele nachzuweisen.

Ziel: Die ISO-14064-Reihe unterstützt Organisationen dabei, ihre CO₂-Emissionen konsistent zu messen, zu steuern und zu verifizieren und bildet damit die Grundlage für glaubwürdige Klimaberichterstattung. Angesichts wachsender Anforderungen von Investoren, Regulierungsbehörden und der CSRD liefert ISO 14064 das technische Fundament, das für präzise, transparente und verifizierbare Offenlegungen von Treibhausgasemissionen erforderlich ist.

In einem Umfeld, das von Klimaregulatorik und steigenden Erwartungen der Stakeholder geprägt ist, spielt ISO 14064 eine zentrale Rolle dabei, Unternehmen bei der Einhaltung regulatorischer Vorgaben zu unterstützen, Vertrauen aufzubauen und Dekarbonisierung in die Kernstrategie des Unternehmens zu verankern.

8 Minuten Lesezeit
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Warum ISO 14064 im Jahr 2026 wichtig ist

Nachhaltigkeits- und Klimaberichterstattung haben sich in weiten Teilen der europäischen Unternehmenslandschaft von einer freiwilligen zu einer verpflichtenden Praxis entwickelt. Rahmenwerke wie die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und die EU-Taxonomie verlangen heute standardisierte, auditfähige Angaben zu Treibhausgasemissionen, die einer Prüfung durch Investoren, regulatorischer Assurance und öffentlicher Rechenschaft standhalten.

Während viele Unternehmen früher auf flexible, prinzipienbasierte Frameworks wie das GHG Protocol gesetzt haben, hat sich ISO 14064 zum Goldstandard für auditfähige Carbon-Footprint-Berichterstattung entwickelt. Der Standard ermöglicht es Unternehmen, Emissionen im Einklang mit internationalen Best Practices zu quantifizieren, und schafft die technische Stringenz, die für eine Verifizierung durch Dritte erforderlich ist – ein wesentlicher Schritt im Rahmen der CSRD.

Der wachsende regulatorische Fokus auf Scope-3-Emissionen, externe Assurance und Science-Based Targets bedeutet, dass Unternehmen über Tabellenkalkulationen und inkonsistente Methoden hinausgehen müssen. ISO 14064 hilft, die Lücke zwischen Klimaambition und verifizierbarem Handeln zu schließen, indem der Standard einen strukturierten und harmonisierten Ansatz für das Management von Treibhausgasen schafft.

Kurz gesagt: Wenn Sie Ihre Klimaberichterstattung zukunftssicher aufstellen, die CSRD einhalten oder Glaubwürdigkeit im Markt aufbauen möchten, ist ISO 14064 nicht optional – sondern strategisch.

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Aufbau von ISO 14064: Die Teile 1, 2 und 3 verstehen

Der Standard ISO 14064 ist in drei miteinander verknüpfte Teile gegliedert, die von der Emissionsberechnung bis zur Verifizierung der Ergebnisse alles abdecken. Jeder Teil adressiert eine andere Ebene des Emissionsmanagements – Organisation, Projekt und Verifizierung. Zu verstehen, wie diese Bausteine zusammenspielen, ist entscheidend, um eine transparente und regelkonforme Carbon-Strategie aufzubauen.

ISO 14064-1: Emissionen auf Organisationsebene quantifizieren

ISO 14064-1 bildet die Grundlage des Standards und gilt für ganze Organisationen. Er beschreibt Grundsätze und detaillierte Anforderungen für die Quantifizierung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen und -entnahmen über alle Geschäftsaktivitäten hinweg.

Dieser Teil ist essenziell für die Erstellung eines Corporate Carbon Footprint (CCF), einer verpflichtenden Offenlegung unter ESRS E1. Er unterstützt Organisationen dabei,

  • organisatorische und operative Grenzen festzulegen,
  • direkte und indirekte Emissionsquellen zu identifizieren (Scope 1, 2 und 3),
  • geeignete Datenquellen und Emissionsfaktoren auszuwählen,
  • konsistente Quantifizierungsmethoden anzuwenden,
  • Datenqualität und Transparenz durch Dokumentation und Managementsysteme sicherzustellen.

ISO 14064-1 ist besonders wertvoll für Organisationen, die Treibhausgasbilanzierung fest in ihren Geschäftsprozessen verankern möchten. Der Standard sorgt für Konsistenz über mehrere Berichtszyklen hinweg, unterstützt die Dekarbonisierungsplanung und schafft die Grundlage für eine externe Verifizierung.

ISO 14064-2: Projektbezogene Emissionsminderungen

Während ISO 14064-1 auf die Gesamtemissionen einer Organisation fokussiert, ist ISO 14064-2 für konkrete Projekte ausgelegt, die auf die Reduktion oder Entnahme von Treibhausgasen abzielen.

Typische Anwendungsfälle sind:

  • Nachrüstungen zur Energieeffizienz,
  • Installationen erneuerbarer Energien,
  • Projekte zur CO₂-Abscheidung oder -Speicherung,
  • Landnutzungs- oder Aufforstungsprogramme.

Der Standard gibt Orientierung dazu, Baselines zu definieren, Emissionsminderungen zu schätzen, Ergebnisse nachzuverfolgen und die Performance über die Zeit zu überwachen.

ISO 14064-2 ist besonders relevant für Organisationen, die Dekarbonisierungsinitiativen umsetzen oder an freiwilligen bzw. regulatorischen Kohlenstoffmärkten teilnehmen. So wird sichergestellt, dass Emissionsminderungen messbar, berichtbar und verifizierbar sind – zentrale Kriterien für glaubwürdiges Klimahandeln.

ISO 14064-3: Verifizierung und Assurance von THG-Offenlegungen

Der dritte Teil des Standards, ISO 14064-3, beschreibt die Anforderungen an die Validierung und Verifizierung von THG-Aussagen, die nach Teil 1 und 2 erstellt wurden.

Dazu gehört die Definition von:

  • der Art und Weise, wie externe Prüfstellen Treibhausgasinventare bewerten sollen,
  • der erforderlichen Dokumentation und Nachweise,
  • dem Niveau der Assurance (Limited oder Reasonable Assurance),
  • Umfang, Zielsetzung und Kriterien des Verifizierungsprozesses.

Dieser Abschnitt ist für die CSRD-Compliance besonders wichtig, da die Richtlinie eine externe Prüfung von THG-Daten verlangt. ISO 14064-3 liefert den Rahmen, damit diese Verifizierungen konsistent und glaubwürdig durchgeführt werden können.

Organisationen, die ihre Berichterstattung frühzeitig so strukturieren, dass sie den Anforderungen von ISO 14064-3 entspricht, sind besser auf Audits, Investorenanfragen und regulatorische Meldungen vorbereitet.

ISO 14064 vs. GHG Protocol: Was ist der Unterschied?

Sowohl ISO 14064 als auch das GHG Protocol sind in der CO₂-Bilanzierung breit anerkannt, unterscheiden sich jedoch in Struktur, Zweck und Anwendung. Zu wissen, wann welches Framework – oder beide gemeinsam – sinnvoll ist, hilft Ihrem Unternehmen dabei, eine Carbon-Strategie aufzubauen, die sowohl flexibel als auch auditfähig ist.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen ISO 14064 und GHG Protocol

1. Art des Frameworks

ISO 14064: Ein technischer, zertifizierbarer Standard, entwickelt von der International Organization for Standardization.
GHG Protocol: Ein freiwilliges Framework, entwickelt von NGOs (WRI und WBCSD), das weltweit als Orientierung für die CO₂-Bilanzierung dient.

2. Grad der Detailtiefe

ISO 14064 formuliert konkrete technische Anforderungen und eignet sich dadurch besonders für Audit und Assurance.
Das GHG Protocol ist stärker prinzipienbasiert und bietet flexiblere Orientierung sowie Best Practices.

3. Verifizierung und Assurance

ISO 14064 enthält mit Teil 3 eine vollständige Methodik für die Verifizierung durch Dritte.
Das GHG Protocol schreibt keine Verifizierungsprozesse vor.

4. Regulatorische Anschlussfähigkeit

ISO 14064 eignet sich besser für die Einhaltung von CSRD, EU-Taxonomie und die Validierung von Science-Based Targets.
Das GHG Protocol wird häufig für freiwillige Berichterstattung, CDP-Offenlegungen und die Analyse der Wertschöpfungskette genutzt.

5. Scope-3-Emissionen

Das GHG Protocol ist in der Behandlung von Scope-3-Emissionen detaillierter und unterscheidet 15 Kategorien.
ISO 14064-1 deckt Scope 3 ebenfalls ab, bietet jedoch weniger spezifische Leitlinien – weshalb sich die Kombination beider Frameworks besonders für eine umfassende Analyse der Wertschöpfungskette eignet.

6. Typische Anwendungsfälle

Wählen Sie ISO 14064, wenn Sie sich auf Audits vorbereiten, sich an der CSRD ausrichten oder eine Prüfung durch Dritte anstreben.
Nutzen Sie das GHG Protocol, wenn Sie mit Ihrer CO₂-Bilanzierung beginnen oder komplexe Scope-3-Kategorien strukturieren möchten.

Empfehlung: Die meisten Unternehmen in der EU kombinieren beide Ansätze – sie nutzen das GHG Protocol, um Emissionen zu identifizieren und zu kategorisieren, und ISO 14064, um sie strukturiert, regelkonform und auditfähig zu quantifizieren, zu berichten und zu verifizieren.

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ISO 14064 und die CSRD: Was Sie wissen müssen

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) hebt die Anforderungen an Umweltangaben deutlich an. Unter ESRS E1 müssen Unternehmen ihre Treibhausgasemissionen über Scope 1, 2 und 3 hinweg anhand standardisierter, auditfähiger Kennzahlen offenlegen.

ISO 14064 hilft Unternehmen auf mehreren Ebenen dabei, sich an der CSRD auszurichten:

  • ISO 14064-1 unterstützt die Struktur und Dokumentation, die für eine ESRS-konforme Berichterstattung erforderlich sind.
  • ISO 14064-3 erfüllt die Anforderungen an die externe Assurance.
  • Die strengen Quantifizierungsprinzipien der ISO spiegeln die in ESRS verankerten Anforderungen an Transparenz, Konsistenz, Vollständigkeit und Genauigkeit wider.
  • Der Standard ermöglicht Nachvollziehbarkeit und Verantwortlichkeit über Quantifizierungsmethoden, Datenquellen und organisatorische Grenzen hinweg – und schafft damit die Basis für Prüfungssicherheit und Audit-Readiness.

Unternehmen, die ISO 14064 frühzeitig einführen, sind besser positioniert, ESG-Daten in ihre Finanzberichterstattung zu integrieren, Stakeholder-Anfragen souverän zu beantworten und EU-Vorgaben zu erfüllen, ohne kurz vor knapp reagieren zu müssen.

Ist eine ISO-14064-Zertifizierung verpflichtend?

Rein formal ist ISO 14064 nicht verpflichtend. In der Praxis wird die Einführung jedoch schnell zum Standard für Unternehmen, die regulatorischer Prüfung und Erwartungen von Investoren ausgesetzt sind.

  • Die CSRD verlangt eine externe Assurance, und ISO 14064-3 liefert dafür den methodischen Rahmen.
  • Kunden und Lieferanten fragen zunehmend ISO-konforme Daten im Rahmen von ESG-Anforderungen in Einkauf und Beschaffung nach.
  • Finanzinstitute nutzen ISO-konforme Offenlegungen, um klimabezogene Risiken zu bewerten.
  • Eine ISO-14064-Zertifizierung dient als Vertrauenssignal in Nachhaltigkeitsratings und Due-Diligence-Prozessen.

Auch wenn der Standard bislang nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, entwickelt sich ISO 14064 de facto zu einer Anforderung für Unternehmen, die wettbewerbsfähig bleiben, Reputationsrisiken steuern und ihre Klimastrategie zukunftssicher machen wollen.

ISO 14064 – Häufig gestellte Fragen

Was ist ISO 14064?

ISO 14064 ist ein internationaler Standard, der von der International Organization for Standardization (ISO) entwickelt wurde. Er definiert, wie Organisationen und Projekte Treibhausgasemissionen (THG) quantifizieren, berichten und verifizieren sollen.

Der Standard bietet einen strukturierten und technisch belastbaren Rahmen, um sicherzustellen, dass Carbon Footprints präzise, transparent, konsistent und auditfähig sind. Er wird branchenübergreifend von Unternehmen genutzt, um regulatorische Berichterstattung, Investor-Relations-Offenlegungen und Klimastrategien zu unterstützen.

Im europäischen Kontext ist ISO 14064 besonders relevant, weil der Standard eng mit den Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) zusammenpasst – insbesondere bei der Berichterstattung zu Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen sowie bei externer Assurance.

Was ist der Unterschied zwischen ISO 14064-1 und ISO 14064-3?

Die beiden Teile erfüllen unterschiedliche, aber sich ergänzende Funktionen:

ISO 14064-1 fokussiert sich darauf, wie ein Treibhausgasinventar aufgebaut wird. Der Standard definiert Anforderungen für die Identifikation von Emissionsquellen, die Festlegung organisatorischer Grenzen, die Auswahl von Quantifizierungsmethoden, das Management der Datenqualität und die Berichterstattung auf Organisationsebene. Er bildet die Grundlage für die Erstellung eines Corporate Carbon Footprint (CCF).

ISO 14064-3 definiert, wie dieses Inventar unabhängig verifiziert wird. Er legt die Regeln für die Validierung und Verifizierung durch Dritte fest, einschließlich Prüfungsumfang, Nachweisanforderungen, Assurance-Niveaus und Verifizierungserklärungen.

In der Praxis bedeutet das: ISO 14064-1 steht für die eigentliche CO₂-Bilanzierung, ISO 14064-3 für den Nachweis, dass diese Bilanzierung korrekt ist. Zusammen ermöglichen beide glaubwürdige, auditfähige Klimaberichterstattung.

Ist ISO 14064 für die CSRD-Compliance erforderlich?

ISO 14064 ist in der CSRD nicht ausdrücklich vorgeschrieben, gehört in der Praxis aber zu den anerkanntesten und sinnvollsten Wegen, die Anforderungen der Richtlinie umzusetzen.

Im Rahmen der CSRD müssen Unternehmen:

  • Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen unter ESRS E1 berichten,
  • sicherstellen, dass Daten konsistent, nachvollziehbar und sauber dokumentiert sind,
  • eine externe Limited Assurance durchlaufen.

ISO 14064-1 unterstützt die Struktur und Stringenz, die für eine ESRS-konforme THG-Berichterstattung erforderlich sind, während ISO 14064-3 einen anerkannten Rahmen für externe Assurance liefert. Deshalb erwarten oder bevorzugen viele Auditoren, Regulierungsbehörden und Prüfstellen ISO-14064-konforme Methoden.

Kurz gesagt: ISO 14064 ist rechtlich nicht zwingend, aber hochgradig CSRD-kompatibel und oft die sicherste Wahl.

Kann ich ISO 14064 und das GHG Protocol zusammen verwenden?

Ja, viele Organisationen tun genau das. ISO 14064 und das GHG Protocol werden häufig komplementär eingesetzt.

Ein gängiger Ansatz ist:

  • Das GHG Protocol zu nutzen, um Emissionen nach Scope 1, 2 und 3 zu strukturieren und detaillierte Leitlinien anzuwenden – insbesondere bei komplexen Scope-3-Kategorien.
  • ISO 14064 zu nutzen, um Quantifizierung, Dokumentation und Verifizierung in einer Weise zu formalisieren, die auditfähig ist und regulatorischen Erwartungen entspricht.

Dieser kombinierte Ansatz verbindet die methodische Tiefe des GHG Protocol mit der technischen Stringenz und dem Assurance-Rahmen von ISO 14064.

Wer kann einen ISO-14064-Carbon-Footprint verifizieren?

Die Verifizierung nach ISO 14064 muss durch eine unabhängige, akkreditierte Prüfgesellschaft erfolgen. In Deutschland sind solche Organisationen in der Regel durch nationale Akkreditierungsstellen wie die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) akkreditiert.

Zu den typischen Anbietern gehören:

  • TÜV SÜD, TÜV NORD, TÜV Rheinland
  • LRQA (Lloyd’s Register)
  • KPMG Cert
  • GUTcert

Die prüfende Stelle bewertet Ihr THG-Inventar, die zugehörige Dokumentation, Datenquellen, Berechnungsmethoden und interne Kontrollen. Das Ergebnis ist eine formale Verifizierungserklärung, die in CSRD-Berichten, ESG-Offenlegungen und in der Kommunikation mit Stakeholdern verwendet werden kann.

Wie lange dauert eine ISO-14064-Verifizierung?

Die Dauer einer Verifizierung nach ISO 14064 hängt von der Größe und Komplexität des Unternehmens, der Zahl der Emissionsquellen und der Qualität der zugrunde liegenden Daten ab.

Als grobe Orientierung gilt:

  • Vorbereitungsphase (Datenerhebung, Dokumentation, interne Prüfung): mehrere Wochen bis Monate
  • Verifizierungsprozess (Dokumentenprüfung plus Audit): in der Regel 4 bis 8 Wochen
  • Gesamtdauer: häufig 6 bis 12 Wochen von der Beauftragung bis zur finalen Erklärung

Unternehmen, die auf automatisierte Carbon-Management-Plattformen und strukturierte Datenprozesse setzen, können die Verifizierung in der Regel deutlich schneller und mit weniger Audit-Findings abschließen.

Ist ISO 14064 für KMU geeignet?

Ja. ISO 14064 eignet sich sowohl für große Unternehmen als auch für kleine und mittlere Unternehmen, auch wenn Umfang und Komplexität der Umsetzung unterschiedlich ausfallen.

Für KMU gilt:

  • ISO 14064-1 kann proportional angewendet werden, mit Fokus auf wesentliche Emissionsquellen.
  • Der Umfang der Verifizierung kann an Unternehmensgröße und Risikoprofil angepasst werden.
  • Der Standard schafft eine starke Grundlage für Kundenanforderungen, Finanzierungsanforderungen und zukünftige Regulierung.

Da sich CSRD-Anforderungen zunehmend entlang der Lieferkette fortpflanzen, verschaffen sich KMU, die ISO 14064 frühzeitig einführen, einen Wettbewerbsvorteil und reduzieren ihren zukünftigen Compliance-Aufwand.

Was sind die größten Herausforderungen bei der Umsetzung von ISO 14064?

Organisationen stoßen häufig auf Herausforderungen bei:

  • der Erhebung hochwertiger Daten über mehrere Standorte und Lieferanten hinweg,
  • dem Management von Scope-3-Emissionen,
  • der Sicherstellung konsistenter Methoden über die Zeit,
  • der Vorbereitung auditfähiger Dokumentation,
  • der Abstimmung zwischen Nachhaltigkeit, Finance, Operations und Procurement.

Diese Herausforderungen liegen meist weniger im Standard selbst als in der Prozessreife und im Datenmanagement. Digitale Lösungen für CO₂-Management-Software können manuellen Aufwand und Fehler deutlich reduzieren und gleichzeitig Transparenz und Audit-Readiness verbessern.

Wie unterstützt ISO 14064 Net-Zero- und Klimaziele?

ISO 14064 liefert die Datengrundlage, die erforderlich ist, um Klimaziele festzulegen, zu überwachen und zu validieren. Verlässliche Emissionsdaten sind entscheidend für:

  • die Definition realistischer Reduktionspfade,
  • die Nachverfolgung von Fortschritten über die Zeit,
  • die Unterstützung von Science-Based Targets,
  • den glaubwürdigen Nachweis von Net-Zero-Verpflichtungen.

Ohne standardisierte und verifizierbare Emissionsdaten laufen Klimaziele Gefahr, eher aspirativ als umsetzbar zu bleiben. ISO 14064 hilft sicherzustellen, dass Klimastrategien auf messbarer Realität basieren.

Wie Carbmee die Einführung von ISO 14064 und die CSRD-Compliance unterstützt

Carbmee EIS™ ist für Unternehmen entwickelt, die mehr benötigen als einfache CO₂-Bilanzierung – nämlich auditfähige, regulatorisch anschlussfähige Emissionsdaten, die sich über globale Aktivitäten und komplexe Wertschöpfungsketten hinweg skalieren lassen.

Indem die Plattform die Prinzipien von ISO 14064 direkt integriert, hilft Carbmee Unternehmen dabei, die Lücke zwischen Nachhaltigkeitsambition und glaubwürdiger, verifizierbarer Berichterstattung zu schließen.

So beschleunigt Carbmee Ihre Bereitschaft für ISO 14064 und die CSRD:

  • automatisierte Berechnung von Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen entlang Ihrer gesamten Wertschöpfungskette – einschließlich Energieverbrauch, Einkauf, Logistik und mehr,
  • integrierte Methoden im Einklang mit ISO 14064-1 und dem GHG Protocol, damit Quantifizierung standardisiert und konsistent erfolgt,
  • Erstellung auditfähiger Dokumentation und Sicherstellung der Nachvollziehbarkeit, um externe Assurance nach ISO 14064-3 zu unterstützen,
  • vollständige Ausrichtung auf CSRD und ESRS E1, einschließlich der Dokumentation von Grenzen, Datenquellen und Emissionsfaktoren,
  • Analytics und Erkenntnisse, um Emissions-Hotspots zu identifizieren, Reduktionsfortschritte zu verfolgen und Dekarbonisierungsmaßnahmen zu priorisieren.

Ganz gleich, ob Sie Ihren ersten verifizierten Carbon Footprint vorbereiten oder die Berichterstattung über mehrere Gesellschaften hinweg skalieren möchten: Carbmee gibt Ihnen die Werkzeuge, um von reiner Compliance zu strategischem Carbon Performance Management überzugehen – auf einer einzigen, unternehmensfähigen Plattform. Wer tiefer einsteigen möchte, findet weitere Inhalte unter Wissen & Einblicke oder kann direkt eine Demo buchen.

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